ESRS E3 Wasser- und Meeresressourcen [E3] Wasser- und Meeresressourcen
Angabepflicht |
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Bezeichnung mit Referenz |
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E3 IRO-1 |
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E3 SBM-3 |
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E3-1 |
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E3-2 |
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Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen |
E3-3 |
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E3-4 |
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E3-5 |
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Erwartete finanzielle Effekte durch wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen (Nutzung der Phase-in-Option) |
Auswirkungen, Risiken und Chancen [E3 SBM-3] Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse hat Fresenius eine wesentliche Auswirkung im Zusammenhang mit Wasserressourcen identifiziert:
Unter-Unterthema |
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Art des IROs |
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Wertschöpfungskette |
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Zeithorizont |
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Beschreibung |
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Wasser |
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Wasserverbrauch |
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Potenzielle negative Auswirkung |
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Eigenes Geschäft |
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Langfristig |
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Umweltstress durch Süßwasserabhängigkeit [#11] |
Ansatz [E3-1] Konzepte im Zusammenhang mit Wasserressourcen
Richtlinie zum Umweltschutz
Die konzernweite Richtlinie zum Umweltschutz adressiert auch das Thema Wasser. Fresenius verpflichtet sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und zur Einhaltung der gesetzlich geltenden Vorschriften für Abwässer, z. B. in Bezug auf Abwassergrenzwerte. In Gebieten mit Wasserstress verfolgt Fresenius außerdem das Ziel, die Prozesswasserentnahme von Produktionsanlagen zu reduzieren. Wasserstress bezeichnet eine Situation, in der die Nachfrage nach Wasser die verfügbare Menge übersteigt oder die Wasserqualität so schlecht ist, dass sie die Nutzungsmöglichkeiten einschränkt, was häufig in Regionen mit hoher oder extrem hoher Wasserentnahme auftritt.
Weitere Ausführungen zur Richtlinie zum Umweltschutz finden Sie im Themenstandard E1 Klimaschutz, Abschnitt E1-2 Ansatz. Ausführungen zu Verantwortlichkeiten und Vorgaben im Vorstand sowie im Aufsichtsrat sind jeweils im Standard ESRS 2, Abschnitt GOV-1 Nachhaltigkeitsorganisation erläutert.
Weitere Konzepte im Zusammenhang mit Wasserressourcen
Mit lokalen Managementsystemen, Prozessverantwortlichen sowie Handlungsanweisungen will Fresenius sicherstellen, dass die jeweiligen lokalen Richtlinien zu Wasser und Abwasser im eigenen Geschäftsbetrieb strikt eingehalten werden. Die Maßnahmen des Wassermanagements zielen darauf ab, Wasser einzusparen und Abwasser zu reduzieren sowie die Qualität der genehmigten Wasserentnahmen und der Abwassereinleitungen zu überwachen.
Fresenius überprüft nationale und internationale Vorschriften zum Wassermanagement kontinuierlich. Die internen Grundsätze, Leitlinien und Handlungsanweisungen – die Bestimmungen für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser inklusive der Kontrolle von Abwasser enthalten – passt Fresenius an die jeweils gültigen regulatorischen Vorgaben an. Die Kontrollen beziehen sich größtenteils auf die Qualität von Abwasser, stichprobenhaft auf die Quantität. Das Wassermanagement ist eng mit dem Hygienemanagement verbunden. Umwelt- oder Hygieneexpertinnen und ‑experten stellen sicher, dass alle internen und externen Richtlinien und Vorschriften umgesetzt werden.
Wassernutzung und ‑entnahme
In der Produktion setzt Fresenius Wasser für die meisten Sterilisations- und Kühlprozesse ein sowie als Komponente für die Herstellung von medizinischen Produkten und für Hygieneverfahren. Das als Produktkomponente verwendete Wasser, z. B. für Infusionslösungen wie Natriumchlorid, muss strenge Qualitätsanforderungen erfüllen, um Produktqualität und Patientensicherheit zu gewährleisten.
Für die Gesundheitseinrichtungen von Fresenius ist die ausreichende Versorgung mit Frischwasser zentral, um Gesundheitsdienstleistungen zu erbringen und das Patientenwohl sowie die Hygiene sicherzustellen. Die Wasserentnahme erfolgt in der Produktion und in den Gesundheitseinrichtungen mehrheitlich über die jeweilige öffentliche Versorgung.
Über die Qualitäts- und Hygieneanforderungen hinaus berücksichtigt Fresenius bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen keine wasserbezogenen Reduktionsziele. Dort, wo Fresenius Wasser als Bestandteil einsetzt, ist es unverzichtbar. Informationen zum Wasserreduktionsziel finden Sie in diesem Themenstandard, Abschnitt E3-3 Ziele und Ambitionen.
Wasserqualität
Fresenius hat in allen Einrichtungen risikobasierte Prüfprozesse installiert, um Verschmutzungen oder Abweichungen in der Trinkwasserqualität zu erkennen, und entsprechende Berichtswege etabliert. Die lokalen Behörden werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben unverzüglich informiert, wenn kritische Abweichungen von der lokalen Trinkwassernorm entdeckt werden. In Deutschland sind einige der Kliniklabore als Prüfzentren für die lokale Trinkwasserqualität akkreditiert. Dadurch unterstützt Fresenius nicht nur die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, sondern auch die der umliegenden Bevölkerung sowie der Kommunen, die den Konzern mit Trinkwasser versorgen.
Im Fall von kontaminiertem Frischwasser aus dem öffentlichen Netz haben viele der deutschen Krankenhäuser von Fresenius über die eigenen Aufbereitungsanlagen hinaus die Möglichkeit, zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
In den spanischen Kliniken führt Fresenius keine Wasseraufbereitung durch. Der Konzern produziert dort jedoch Osmosewasser, das z. B. für Dialysebehandlungen erforderlich ist oder um Waschmaschinen der Sterilisationseinheiten und die biochemischen Analysegeräte des klinischen Labors zu betreiben. Für die Herstellung bestimmter pharmazeutischer Produkte bereitet Fresenius außerdem Wasser in den Produktionsstätten auf, da z. B. Wasser für Infusionslösungen einem Qualitätsgrad entsprechen muss, der über die Trinkwasserqualität hinausgeht.
Alle Krankenhäuser haben Notfallpläne, um im Fall von Versorgungsengpässen die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. So werden in den meisten spanischen Kliniken Wassertanks genutzt, um die Versorgung bei einem Trinkwasserausfall zu gewährleisten. Bei diesen Tanks handelt es sich um erweiterte Rohre, in denen beim Durchlauf Wasservorräte zurückbleiben, die im Notfall zur kurzfristigen Überbrückung der Versorgung genutzt werden können. Je nach Zentrum und Verbrauch variiert die Autonomie der Systeme und damit die Menge an Wasservorräten. In JCI-zertifizierten Zentren (Joint Commission International-Akkreditierung) beinhalten die Notfallpläne außerdem die Lieferung von Wasser in Tankwagen für den Bedarfsfall.
Informationen zum Thema Wasserverschmutzung finden Sie im Themenstandard E2 Umweltverschmutzung.
Identifizierung von und Umgang mit Wasserrisiken
Um den potenziellen negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit dem Wasserbedarf der Produktionsstandorte und Krankenhäuser von Fresenius zu begegnen, analysiert das Unternehmen die Verfügbarkeit von Wasser mithilfe des Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute. Er enthält Informationen über derzeitige und zukünftige Wasserrisiken weltweit. Fresenius hat Standorte identifiziert, die in Gebieten mit extrem hohem oder hohem Risiko einer Wasserknappheit liegen. An diesen Standorten ist ein effizientes Wassermanagement besonders wichtig, um die Wasserverfügbarkeit für Produktion und Krankenhäuser sicherzustellen und negative Auswirkungen auf die lokale Wassersituation so weit wie möglich zu vermeiden. In der Richtlinie zum Umweltschutz hat sich Fresenius zum Ziel gesetzt, in Gebieten mit Wasserstress die Prozesswasserentnahme in der Produktion zu reduzieren. Weitere Informationen dazu finden Sie in diesem Themenstandard, Abschnitt E3-1 Ansatz und Abschnitt E3-3 Ziele und Ambitionen.
Bei der Betrachtung der Abhängigkeit von Süßwasser im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurde kein wesentliches finanzielles Risiko festgestellt.
Die Produktionsstätten und Krankenhäuser sind zudem Teil der konzernweiten Klimarisikobewertung, die auch Wasserrisiken wie Überschwemmungen oder Starkregen einschließt. Bislang wurde kein substanzielles Risiko festgestellt. Werden Einzelrisiken identifiziert, werden entsprechende Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt.
Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette wird bei der Bewertung von Wasserrisiken nicht einbezogen.
Maßnahmen [E3-2] Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasserressourcen
Produktion
Im Berichtsjahr hat Fresenius Kabi damit begonnen, erste Maßnahmen umzusetzen, die zur Erreichung des im Jahr 2024 gesetzten Ziels zur Reduktion von Prozesswasser in Gebieten mit Wasserstress beitragen. Der Fokus liegt auf Ressourcenschonung und Effizienzsteigerung.
Die Maßnahmen an Produktionsstandorten in Wasserstressgebieten wurden im Berichtsjahr implementiert oder befinden sich in Umsetzung; sie sind in der Budgetplanung bis 2028 berücksichtigt.
Um den Einsatz von Frischwasser zu senken, wird z. B. Abwasser aufbereitet und anschließend für Kühlprozesse wiederverwendet. Zudem werden technische Anlagen ersetzt: Zum Beispiel werden herkömmliche Vakuumpumpen durch Modelle ausgetauscht, die entweder kein Wasser benötigen oder das eingesetzte Wasser in einem Kreislaufsystem halten.
Fresenius Kabi plant das Kühlsystem an einem Produktionsstandort grundlegend umzustellen. Anstelle der bisherigen Kühlung mit Flusswasser werden Wärmepumpen die Abwärme aus Herstellungssprozessen aufnehmen und sie in das städtische Netz einspeisen. Anschließend kann sie z. B. zum Heizen genutzt werden.
Bis Ende des Jahres 2026 will Fresenius Kabi die Wasserströme an ausgewählten Produktionsstandorten mithilfe von sogenannten Wasserlandkarten systematisch erfassen und Einspar- sowie Recyclingpotenziale identifizieren.
Weitere Informationen zum oben genannten Ziel und dem aktuellen Stand der Zielerreichung finden Sie im nächsten Abschnitt E3-3 Ziele und Ambitionen.
Gesundheitseinrichtungen
Der Frischwassereinsatz in den Gesundheitseinrichtungen von Fresenius ist grundlegend notwendig, um die Hygieneanforderungen einzuhalten, und somit für die Patientensicherheit unverzichtbar. Deshalb führt Fresenius keine Maßnahmen durch, die potenzielle negative Auswirkungen in Bezug auf den erhöhten Wasserbedarf und die damit zusammenhängende lokale Entnahme adressieren. Wo es jedoch möglich und sinnvoll ist, kommen wassersparende Technologien wie effiziente Sanitärarmaturen und Küchengeräte zum Einsatz, um den Verbrauch zu reduzieren – ohne dabei die hygienischen Standards zu beeinträchtigen. Aufgrund interner Auflagen im Bereich der Trinkwasserqualität findet weder eine Wiederverwendung von Wasser noch eine Nutzung von Grauwasser – d. h. aufbereitetem Wasser aus Duschen oder Waschbecken – statt.
Ziele und Ambitionen [E3-3] Ziele im Zusammenhang mit Wasserressourcen
Fresenius verfolgt die Ambition, Wasser in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit sicher zu verwenden, sodass weder die Gesundheit von Patientinnen und Patienten noch von Beschäftigten beeinträchtigt wird und eine ausreichende Verfügbarkeit gewährleistet ist. Daher verpflichtet sich Fresenius, wie in der Richtlinie zum Umweltschutz dargelegt, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und zur Einhaltung der gesetzlich geltenden Vorschriften. Außerdem will das Unternehmen die Wasserentnahme der Produktionsanlagen in Gebieten mit Wasserstress reduzieren. Deshalb hat sich Fresenius im Jahr 2024 das freiwillige Ziel gesetzt, die Prozesswasserentnahme der Produktionsanlagen in Gebieten mit Wasserstress bis 2030 absolut um 20 % zu reduzieren (Basisjahr: 2023; Bezugswert: 3.518.096 m3). Die Verbesserung der Wasserqualität wird dabei nicht adressiert.
Um das Ziel festzulegen hat Fresenius zunächst den eigenen Wasserverbrauch und die Verbrauchsquellen evaluiert und zukünftige Szenarien (für 2030 und 2050, jeweils optimistisch und pessimistisch betrachtet) mithilfe des Aqueduct-Tools analysiert und die Annahme berücksichtigt, dass der Wasserstress in bestimmten Regionen zunehmen wird. Da keine spezifischen Ziele von der Europäischen Union vorgegeben sind, hat Fresenius Maßnahmen und deren Potenziale evaluiert. Des Weiteren hat das Unternehmen ein Benchmarking durchgeführt, um Ambitionsniveaus zu vergleichen und anzupassen.
Die grundsätzliche Zielauswahl beruht auf wissenschaftlichen Studien, die Wasserstress als zunehmendes Risiko für die Umwelt und wirtschaftliche Aktivitäten bewerten. Das Aqueduct-Tool, das für die Analyse verwendet wurde, nutzt öffentlich verfügbare, peer-reviewte Daten.
Interne Stakeholder wurden mittels Evaluationsgesprächen im Prozess der Zielsetzung involviert, um gemeinsam die Maßnahmen, das Potenzial und das Ambitionsniveau festzulegen. Externe Stakeholder wurden indirekt über den Einbezug öffentlicher Meinungen, z. B. von Initiativen, und verfügbarer Standards involviert.
Im Berichtsjahr hat Fresenius den Geltungsbereich der Zielsetzung erweitert. Das Ziel bezieht sich nicht mehr nur auf Gebiete mit hohem und extrem hohem Wasserstress, sondern auch auf Gebiete der Kategorie mittlerer bis hoher Wasserstress. Der Bezugswert von 3.313.000 m3 wurde um 205.096 m3 erhöht. Die angestrebte prozentuale Reduzierung sowie das Basisjahr sind unverändert. Die Anpassung des Ziels soll sicherstellen, dass alle relevanten Standorte im Geltungsbereich bleiben – selbst wenn sich ihre Kategorisierung von Jahr zu Jahr ändert, z. B. aufgrund von Schwankungen bei Niederschlagsmengen.
Im Berichtsjahr belief sich die Prozesswasserentnahme in Gebieten mit Wasserstress auf 3.427.196 m3. Es wurde eine Reduktion von 2,6 % erreicht. Damit befindet Fresenius sich auf dem Pfad zur Erreichung des Ziels.
Kennzahlen1 [E3-4] Wasserverbrauch
1 Die noch verbliebenen Einheiten von Fresenius Vamed sind ab Geschäftsjahr 2025 nicht mehr in den Umweltdaten enthalten. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist gemäß der Recalculation Policy nicht wesentlich, daher wurde keine Neuberechnung vorgenommen.
Wasserverbrauch
2025 hat Fresenius insgesamt 14.284.759 m3 Wasser entnommen. Das entspricht einer Reduktion von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 14.959.196 m3). Der Wasserverbrauch beträgt 2.392.745 m3 und ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % gestiegen (2024: 2.310.508 m3). Die Wasserentnahme in Gesundheitseinrichtungen von Fresenius wird von der Zahl der in den Krankenhäusern behandelten Patientinnen und Patienten sowie der Art der durchgeführten Behandlungen beeinflusst. An den Produktionsstandorten wirkt sich das Produktionsvolumen auf den Wasserverbrauch aus.
in m3 |
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2025 |
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2024 |
|---|---|---|---|---|
Wasserverbrauch, gesamt |
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2.392.745 |
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2.310.508 |
Davon Wasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress |
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1.737.162 |
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1.520.365 |
Zurückgewonnenes und wiederverwendetes Wasser |
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451.905 |
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436.977 |
Gespeichertes Wasser |
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41.866 |
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41.519 |
Veränderung der gespeicherten Menge, in % |
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0,8 |
|
k.A. |
Den Wasserverbrauch berechnet Fresenius als Differenz aus Wasserentnahme und Wasserabgabe. Die Wasserentnahme wird aus der Summe der Zählerstände und Rechnungen ermittelt. Liegen keine Daten vor, wird der Wasserverbrauch anhand von Referenzwerten extrapoliert. Die Wasserverbräuche der folgenden Einheiten basieren auf Daten pro FTE (Full-time Equivalent – Vollzeitäquivalent), die am Standort Bad Homburg erhoben werden: Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Büros, Forschung und Entwicklung betreibende Standorte, Standorte ohne Daten und der Beschäftigten des Segments Corporate / Sonstige außerhalb Bad Homburgs. Um die Wasserabgabe zu berechnen, werden ebenfalls Zählerstände und Rechnungen summiert. Liegen diesbezüglich keine Werte vor, trifft Fresenius die Annahme, dass die Menge der Wasserabgabe gleich der Entnahme ist.
Für die Bewertung der Wassermenge in den Wassereinzugsgebieten wurde das Aqueduct-Tool verwendet, das die wesentlichen Standorte in Wasserstressgebieten aufzeigt, in denen die verfügbaren erneuerbaren Oberflächen- und Grundwasservorräte begrenzt sind. Die Wasserqualität wurde mit dem Aqueduct-Tool und anhand des unbehandelten Abwassers sowie des Eutrophierungspotenzials der Küstengebiete gemessen, die zu den Gebieten mit Wasserstress gehören.
Wesentliche Standorte wurden mithilfe des Aqueduct-Tools auf Wasserrisiken und Wasserstress evaluiert und deren Wasserverbrauch summiert.
Wiederaufbereitetes und wiederverwendetes Wasser wird anhand von Zählerständen ermittelt. Falls keine Stände vorhanden sind, wird die Menge des wiederaufbereiteten und wiederverwendeten Wassers durch die prozessverantwortliche Person über eine Schätzung und anhand von Referenzwerten bestimmt.
Die Menge gespeicherten Wassers wird auf Basis von Jahresendwerten des Wasserstands ermittelt. Liegt kein genauer Zählerstand vor, wird die Menge anhand von Referenzwerten geschätzt. 72,0 % der quantitativen Angaben zu Wasser basieren auf Messungen, 28,0 % auf Schätzungen.
Wasserintensität
Die Wasserintensität beschreibt den Gesamtwasserverbrauch pro 1 Mio € Nettoumsatzerlös.
An Standorten mit ISO-14001-Zertifizierung werden die Wassermanagementsysteme, über die auch die Kennzahlen erhoben werden, von einem externen Auditor geprüft. Der Auditor legt dabei jeweils die zu prüfenden Einzelaspekte fest.